Montag, Dezember 26 2011

Montag, Dezember 26 2011

Asterix und der Schulanfang in Mantes

Presseschau

"Unsere Vorfahren, die Gallier ..." das lernen so ziemlich alle unsere kleinen Franzosen im Laufe ihrer Schulzeit. Alle? Nicht ganz, denn in Mantes-la-Jolie, in der Nähe von Lutetia, sind die Gallier auch heute noch sehr präsent. Es ist erst einige Tage her, da wurde die dortige Schulbibliothek namens "Albert Uderzo" mit einen neuen Beschilderungs- und Orientierungssystem ausgestattet, das an Asterix und seine gallischen Freunde, aber auch an Pitt Pistol und Umpah-Pah erinnert.

Fünf Jahre nachdem er der Einrichtung seinen Namen gab, kam Albert Uderzo am 10. Dezember höchstpersönlich um die Bibliothek im neuen Asterix-Design zu eröffnen… Die Bibliothek ist reich ausgestattet mit, wie sollte es anders sein, allen Abenteuern von Asterix.

Und die Party in Mantes-la-Jolie ist noch nicht vorüber: Die Mediathek Duhamel zeigt noch bis zum 10. Januar eine kostenlose Ausstellung zu Umpah-Pah (der derzeit ein Comeback im französischen Buchhandel erlebt). Präsentiert wird unter anderem die erste Charakterzeichnung von René Goscinny und Albert Uderzo. Wascha Wascha in Mantes-la-Jolie, beim Teutates!


Foto : Bulles-de-Mantes

"Cadavre Esquisses" mit Albert Uderzo

Presseschau

"Cadavre Esquis" (dt. Vorzügliche Leiche), kennen Sie das? Es handelt sich dabei um ein Spiel, das von den französischen Surrealisten erfunden wurde. Auf einem gefaltetem Papier wird ein Satz jeweils von mehreren Personen fortgeschrieben, ohne dass die Mitspieler von den vorherigen Satzteilen Kenntnis zu haben. Das Spiel gibt es auch in grafischer Form: "Cadavre Esquisses", das bedeutet deutsch sinngemäß Gezeichnete Leiche ("Esquisse" bedeutet im französischen "Skizze", "skizzenhaft").

In einer Fernsehsendung namens "Tac au Tac" (dt: Du tac au tac = Aufs Stichwort) traf sich im Jahr 1972 ein ausgesuchtes Team, um sich diesem Spiel zu widmen: Claire Bretécher, Jean-Claude Fournier, André Franquin und kein geringerer als Albert Uderzo! Albert gab drei Obelixe vor, seine Spielkameraden fügten beliebige graphische Elemente hinzu, die Obelix in missliche Lagen versetzte. Anschließend war es an Albert Uderzo, unseren Freund blitzschnell zeichnerisch zu befreien!

Diese Aufgabe löste er mit Bravour, indem er seinen Lieblings-Hinkelsteinlieferanten durch einen Geistesblitz rettete: aufgrund von zu vielen verschlungenen Wildschweinen hat Obelix einen merkwürdigen Traum, in dem er gleich dreimal auftaucht. Zu sehen hier.

Wir bedanken uns bei Jean-Yves Ferri, der auf dieses comic-historische Schmuckstück stieß, als er gerade nicht mit den Arbeiten für das nächste Asterix-Album beschäftigt war. Er hatte die gute Idee hatte, uns diesen historischen Mitschnitt zu übermitteln. Ein schönes Seherlebnis!